Nous Sommes Unis

Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem wir aufwachen und über die Flüchtlingspolitik nachdenken sollten! Wir müssen den Menschen, die Anschläge, wie sie gestern in Frankreich passierten, jeden Tag miterleben müssen, Zuflucht gewähren – koste es was es wolle.

Und wenn ich dafür nächstes Jahr auf das iPhone 7, einen Starbucks Kaffee und eine 200 Euro-Jeans verzichten muss. Das gebietet uns die Menschlichkeit und die christliche Nächstenliebe!

Wir haben die Mittel und Ressourcen, um dem schändlichen IS / ISIS Einhalt zu gebieten und wir sollten mit bestem Beispiel vorangehen und zeigen, dass Menschen nicht nur zu Grausamkeiten fähig sind, sondern dass sie die Welt auch zu einem besseren Ort machen können!

‪#‎PrayForParis‬ ‪#‎NousSommesUnis‬ ‪#‎RefugeesWelcome‬

Nächste Woche bis zu 20% Rabatt auf iTunes-Karten

Nachdem Kaufland diese Woche mit Rabatt auf iTunes-Karten geworben hatte, zieht Penny nach. Ab Montag gibt es dort bis zu 20% Rabatt auf das allseits beliebte iTunes-Guthaben.

Folgende Rabatte könnt ihr in Anspruch nehmen:

15 Euro iTunes-Karte: 13,50 Euro
25 Euro iTunes-Karte: 21,25 Euro
50 Euro iTunes-Karte: 42,50 Euro
100 Euro iTunes-Karte: 80 Euro

Ob ich nächste Woche zuschlagen werde, weiß ich noch nicht, da ich mich erst diese Woche schon mit Guthaben aus Kaufland eingedeckt hatte. Andererseits: Das Geld wird ja auch nicht schlecht, wenn es auf meinem Apple-Account vor sich hinschlummert. Mal schauen …

Overcast 2 veröffentlicht

Mein derzeit bevorzugter Podcast-Player Overcast ist gestern auf Version 2 aktualisiert worden. Während sich der Entwickler Marco Arment dazu entschieden hat, alle Features ab sofort kostenfrei anzubieten, hofft er nun auf monatliche Spenden der Nutzer, um die Entwicklung der App weiter zu finanzieren.

Zu den Neuheiten der aktuellen Version gehört unter anderem der 3D-Touch Support für das neue iPhone 6s und das iPhone 6s Plus, wodurch eine schnelle Bedienung vom Homescreen aus möglich ist. Weiterhin ist es ab sofort möglich, Episoden zu streamen. Das war bisher nicht möglich und hatte mich oft dazu genötigt, unterwegs den Download über das mobile Netz zu erlauben, nur damit ich meine aktuellste Lieblingsfolge hören konnte.

Ebenfalls ausgesprochen froh bin ich über die Play-by-priority Option. Heißt: Erscheint in der aktuellen Playlist eine neue Episode, die aufgrund höherer Priorität an den Anfang der Liste gestellt wird, so springt Overcast nach Beenden der aktuellen Episode automatisch an den Anfang der Playlist, statt stur die Liste abzuarbeiten.

Was ich mir in einem der nächsten Updates noch wünschen würde – und was ich in bisher keinem Podcast-Player entdecken konnte – ist eine vernünftige Shuffle-Funktion, mit der ich mir Playlisten zufällig sortiert anhören kann. Ich habe viele Podcasts mit kürzeren Berichten abonniert (zum Beispiel Deutschlandfunk / Deutschlandradio), die ich gerne zwischendurch mal anhöre, bei denen ich aber weder Wert darauf lege, alle Episoden zu hören, noch darauf, eine chronologische Reihenfolge einzuhalten. Eine Zufallsfunktion könnte diese kleinen Episoden perfekt zwischen all den großen, langen Episoden verteilen und so mehr Abwechslung beim Hören bringen.

Neustart für diesen Blog – Schwerpunkt Apple

Da ich seit fast zwei Jahren nicht mehr dazu kam, meine Gedanken hier in Worte zu verfassen und wohl in nächster Zeit so schnell auch nicht mehr dazu kommen werde – Gedankenniederschreibungen bedürfen immerhin einiger Vorbereitungszeit und Muße – habe ich mich dazu entschlossen, meinem Namen alle Ehre zu machen und in Zukunft hier über elektronische Dinge zu berichten, die mir im Alltag Freude bereiten, oder die ich unbedingt in meinen Alltag integrieren möchte. Als selbsternannter Apple-Sympathisant liegt der Schwerpunkt hier selbstverständlich auf Apple-Hardware – echte eDingr eben.

In den nächsten Wochen werde ich hier über die diversen Apps auf meinem iPhone Homescreen berichten, als auch Neuerscheinungen aus dem AppStore vorstellen.

Dies ist weil jenes ist

Ich könnte niemals einen Menschen umbringen und könnte ihn auch nicht foltern. Weder Kinderschänder, Vergewaltiger und erst recht keine Mörder.

Warum? Weil diese Menschen durch uns alle zu dem werden was sie sind. Wir alle sind mit daran beteiligt, dass die Welt so ist wie sie ist. Ich selbst könnte in meinem nächsten Leben als Pirat geboren werden, der andere Menschen vergewaltigt und nur weil ich an diesem speziellen Ort in dieser speziellen Gesellschaft aufwachsen würde, würde ich zu jemandem werden, der anderen Menschen Leid zufügt.

Es geht nicht darum, diese Menschen möglichst grausam zu bestrafen, denn dadurch machen wir die Welt nicht besser. Ich verabscheue jede Art von Grausamkeit, denn sie ist niemals gerechtfertigt. Diese Menschen sind Opfer der Zeit und Umgebung in der sie leben und und als Opfer möchte ich sie auch behandeln. Wir sollten diese Menschen nicht bestrafen, sondern ihnen helfen, ein schönes Leben zu führen, in dem sie niemanden Schmerzen zufügen müssen.

Es ist so einfach. Wenn ein Erdrutsch ein Dorf verschüttet, bestrafen wir nicht den Berg, sondern helfen ihm, seinen Abhang sicherer zu machen. Weil er die Menschen unter sich nicht aus Boshaftigkeit begrub, sondern weil äußere Umstände wie Regen dazu geführt haben. Warum können wir nicht auch genau so über unsere Mitmenschen urteilen, statt jedes Mal direkt das Schlechteste in ihnen zu vermuten?

Fremde beschenken

Ich überlege, im Advent mit Keksen & kleinen Geschenken bewaffnet durch meine Heimatstadt Saarbrücken zu ziehen und den armen, hilfsbedürftigen Menschen dort draußen auf der Straße eine kleine Freude zu machen, indem ich sie unverhofft beschenke.

Ich weiß es ist nicht viel, aber ich könnte mir vorstellen, dass alleine der Gedanke vielen Bettlern mehr bedeutet, als alles Geld der Welt, das sie sich so erbetteln. Ich kann es einfach nicht ertragen, Tag für Tag an diesen Menschen vorbei zu gehen, so als würde ich sie gar nicht sehen, denn ich sehe sie jeden Tag nur allzu deutlich.

Adventszeit ist für mich die Zeit der Besinnung und die Zeit der Nächstenliebe. Wir alle sollten uns diese Zeit in unserem Herzen bewahren.

Gewohnheiten.

Kennst du das, wenn du plötzlich aufwachst? Du hast nicht geschlafen, du hast nicht einmal geträumt. Du warst gerade dabei irgendetwas zu tun, etwas, das du regelmäßig tust, womöglich täglich oder sogar noch öfter, vielleicht auch seltener. Du wachst auf und siehst, wie deine Hände eben jene Bewegung ausführen, so wie sie es immer tun. Und dann wird dir bewusst, dass nicht du es warst, der es getan hat, sondern dass es vollkommen automatisch passiert ist. Während du noch darüber nachdenkst, vollendest du deine Bewegung und schließt das ab, was du gerade getan hast.

Du denkst darüber nach, was genau du hier eigentlich gerade machst und du stellst fest, dass dein gesamtes Leben aus verdammt viel Gewohnheiten besteht. Die Gewohnheit morgens nach dem Aufstehen in den Spiegel zu schauen, die Pantoffeln anzuziehen, den Kaffee zu machen, die Zeitung rein zu holen. Dieser Faden zieht sich durch deinen gesamten Tagesablauf und wenn du ehrlich bist, besteht dein Leben eigentlich fast nur aus Gewohnheiten. Das heißt nicht, dass du ein Langweiler bist, denn auch der wochenendliche Diskobesuch gehört zu deinen Gewohnheiten, das Tanzen, das Feiern und Spaß haben. Auch wenn dein bester Freund dich spontan zu einer Party einlädt, sagst du aus Gewohnheit zu.

Während du all diese Gedanken durch spinnst, hast du überhaupt nicht bemerkt, dass dein Körper im vollen Gange ist, seiner nächsten Gewohnheit nachzugehen. Du scrollst dich durch die neuesten Blog-Beiträge in deinem Feedreader, hast die interessanten auf deine Bookmarking-Liste geschoben und dabei auch noch die Katze gekrault. Wirklich anwesend warst du aber nicht. Das erschreckt dich. Du liest so viel davon, achtsam zu sein und wenn du durch die Stadt spazierst oder Auto fährst, ja, selbst wenn du dich mit einem Freund unterhältst, dann funktioniert das auch. Du bist mit deiner vollen Aufmerksamkeit anwesend – bei genau dieser einen Sache. Aber dann, sobald dich der Alltag wieder einholt, bist du mit deinen Gedanken überall nur nicht bei dem was du tust. Du beschließt, achtsamer durchs Leben zu gehen: Du willst achtsam essen, achtsam Kaffee machen, achtsam lesen und achtsam das Geschirr waschen. Du willst deinen Gedanken einmal am Tag Zeit und Raum geben, um sich zu entfalten; so etwas wie Meditation wäre dafür bestimmt super geeignet.

Du bist vollkommen überwältigt von den Gedanken, die sich gerade in deinem Kopf manifestieren und bemerkst überhaupt nicht, dass du derweil auf Amazon den neuen Topseller auf der Videospielliste bestellt hast. Um dich abzulenken. Ab morgen wird gezockt.

Liebe

Die Umstände, unter denen wir uns wieder getroffen hatten, waren nicht wichtig. Wichtig war nur, dass sie in meiner Nähe war. Nach einer schier unendlich langen Zeit, in der ich sie so sehnsüchtig vermisst hatte, fühlte ich mich beinahe wie der glücklichste Mensch auf Erden. Sie war da, und auch wenn wir nicht wirklich miteinander redeten, war sie gewillt, in meiner Nähe zu sein. Nach allem was passiert war, war das ein enormer Schritt ihrerseits – immerhin hatte sie mich mehr als ein Jahr lang mit berechtigter Missachtung und Ignoranz gestraft.

Es war Abend und während ich schon im Bett lag, beobachtete ich vorsichtig, wie sie sich ebenfalls bettfertig machte und in die andere Hälfte meines Doppelbetts legte. Es war schön, sie so nah zu haben, gleichwohl ich sie lieber noch näher gehabt hätte. Ich sollte zufrieden sein mit dem, was ich bekam: Sie schlief bei mir. Ich war glücklich.

Ich war kurz davor einzuschlafen, als ich auf einmal Hände an meinem Rücken spürte, die sich unter meinen Armen hindurch drückten und dann fühlte ich ihr gelocktes Haar auf meiner Schulter. Sie war da, näher, als ich es je wieder zu hoffen gewagt hätte. Ich genoss den Augenblick in dem die Zeit stillzustehen schien. Ich konnte den zarten, betörenden Duft riechen, den ich so lange vermisst hatte, die wohlige Wärme spüren, während sie sich gegen meinen Rücken drückte – so wie sie es früher immer getan hatte, wenn ihr kalt war, oder sie schlecht geträumt hatte. Langsam drehte ich mich um und blickte in ihre traurigen Augen, die genau das sagten, was ich dachte: Ich habe dich vermisst.

Mein Gott, wie sehr hatte ich sie vermisst. Ich nahm sie fest in meine Arme, spürte, wie sich unsere Haut berührte. Wir küssten uns eng umschlungen. Ich wollte keinen Millimeter zwischen uns haben. Ich wollte sie einfach in meiner Nähe haben. Für immer. Ich genoss jede einzelne Berührung unserer Körper und war schier überwältigt von dieser plötzlichen Intimität, welche mir so lange gefehlt hatte, die sich aber so selbstverständlich anfühlte, als sei es erst gestern gewesen. Selbstverständlich dahingehend, dass es das ist, was ich zum Leben brauche. Das war es, dieses vollkommene Glück, nach dem ich so lange gesucht hatte. Ich glitt mit meinen Händen durch ihre struppeligen Haare , kaum fassend, was hier gerade passierte. Vollkommen unbeholfen stammelte ich ein „Es tut mir leid“, obwohl ich wusste, dass keine Worte der Welt mehr das wiedergutmachen konnten, was ich ihr angetan hatte. Aber Worte waren zu diesem Zeitpunkt sowieso fehl am Platz. Sie sah mich an, wir küssten uns lange inniglich und dann brach ich in Tränen aus. Ich weinte nicht vor Freude, sondern weil ich sie auf so brutale Weise verletzt hatte. Sie, die Frau, die ich liebe und der ich damals geschworen hatte, dass ich sie niemals verletzen und immer für sie da sein würde. Ich war das Arschloch gewesen und sie hatte mir verziehen. Das war noch schlimmer und unerträglicher, als dass sie mich so lange vollkommen ignoriert hatte. Sie tröstete mich verständnisvoll und nahm mich in den Arm. Ich war der glücklichste und der unglücklichste Mensch auf der ganzen Welt.

Dann wachte ich auf, Tränen in den Augen – es war nur ein Traum. Ich liebe sie von ganzem Herzen.

Öffentlich trotz Überwachung? Aber ja!

Wenn ich Diskussionen über die aktuellen Geschehnisse rund um PRISM, Tempora, NSA und BND verfolge oder selbst führe, stoße ich immer wieder auf Kommentare wie „Kann ich meine Daten sicherer machen?“ oder „Wie kann ich denn nun anonym im Internet surfen?“. Während ich am Anfang selber der Überzeugung war, dass die logische Konsequenz aus diesem Abhörskandal nur eine bessere Verschlüsselung und anonymeres Auftreten im Internet sein könnte, bin ich inzwischen zu einer anderen These gekommen. Michael Seemann hat das in einem Artikel der Zeit sehr schön zusammengefasst.

 

Es ist natürlich schön, sich zu Hause in seinen eigenen vier Wänden zu verkriechen und ungesehen seinen kleinen Lastern zu frönen, während man nach Außen hin ein perfektes und makelloses Selbstbild aufrechterhält. Es mag auch schön sein, zu Hause Dinge zu tun, die an der Grenze zur Illegalität stehen, ja, möglicherweise sogar eine Straftat darstellen. Solange das niemand weiß, ist es doch okay. Dass sich das Internet hervorragend dazu eignet, Schabernack zu treiben (An dieser Stelle möchte ich den geneigten Leser darauf hinweisen, dass ab sofort auch das Kommentieren meiner Artikel als „Gast“ möglich ist.) und Dinge zu tun, die man auf offener Straße niemals täte, ist wohl jedem hier bewusst. Es rennt eben niemand mit einem Aufnahmegerät in den Plattenladen, reißt alle CD-Hüllen auf und „rippt“ sich mal eben schnell die gesamte Musik. Das geht im Internet locker flockig von der Hand und darum tun es auch viele. Klar, dass Anonymität in diesem Fall etwas ganz wunderbares ist. Ich möchte weder die sogenannten Raubkopierer, noch die Musikindustrie hier verteufeln und meiner Meinung nach haben sie auch überhaupt nichts mit meinem Thema zu tun, denn hier geht es um ein Grundsatzproblem. Wenn alle Menschen des Landes etwas tun, zum Beispiel Musik kopieren, dann muss darüber geredet und eine offene Diskussion geführt werden. Darum geht es hier nicht.

Es geht auch nicht darum, ob es gut oder schlecht ist, dass die NSA und der BND uns überwachen. Das ist ganz klar ein Verstoß gegen unsere Rechte und somit in keinster Weise duldsam. Wir müssen aber der Tatsache ins Auge blicken, dass wir überwacht werden und dass auch kein Gesetzesbeschluss etwas daran ändern wird. Selbst wenn wir hier in Deutschland den BND dazu bekämen, ab sofort jegliche Überwachung zu unterlassen, würden NSA und Konsorten weiterhin nach ihrem eigenen Recht handeln. Selbst wenn wir uns hier in Deutschland technisch nach bestem Wissen abschotten, werden unsere Daten dennoch auch nach Amerika wandern. Google, Facebook, Twitter … all diese Firmen sind in den USA ansässig. Es gibt derzeit keine guten Alternativen hier in Deutschland und ich stelle die These auf, dass sich das in absehbarer Zeit auch nicht ändern wird. Wir müssen also mit dem Gedanken Freundschaft schließen, dass wir im Internet, und auch im Rest unseres alltäglichen Lebens, überwacht werden. Nur zur Verdeutlichung: Payback-Punkte, EC-Karten, Smartphones, Verkehrsüberwachungskameras, ja, sogar gewöhnliche Überwachungskameras, übertragen alle ihre Daten entweder online oder sind zumindest mit Geräten gekoppelt, die Zugang zum Internet besitzen. Sobald ein Gerät Internetzugang hat, ist es einem fremden Angreifer möglich, von irgendwoher Zugriff auf dieses Gerät zu erlangen und Daten auszuspähen. Das sollte für die NSA ein leichtes sein, haben sie doch genug geschultes Personal, Technik und erfolgreiche Kooperationen mit vielen großen Firmen wie Microsoft, Apple & Co.

Überwachungskamera im Finanzdistrikt New York
Überwachungskamera im Finanzdistrikt New York

Es gibt nun etwas, das mich weitaus mehr beunruhigt: Was, wenn Geheimdienste unsere Daten manipulieren? Was, wenn die Polizei morgen kinderpornografische Inhalte auf meinem Rechner findet, den sie heute beschlagnahmt hat, weil gestern jemand eben diese Daten dort drauf kopiert hat? Was, wenn mir plötzlich falsche Meinungen unterstellt werden, weil ich angeblich E-Mail Korrespondenz mit einem Schwerverbrecher hatte? Diese Überlegungen sind gar nicht so abwegig. Selbst Laien können E-Mails leicht fälschen und auch das Kopieren von Dateien auf einen fremden Rechner ist mit ein bisschen Know-How kein Hexenwerk. Wir reden hier immerhin von Geheimdiensten, die massenweise Geld dafür bekommen, sich in solchen Dingen zu spezialisieren.

Ich denke, dass wir in einer Zeit angekommen sind, in der unsere Privatsphäre einen immer kleineren Teil unseres Lebens einnimmt. Als meine Mama mir damals sagte „Kind, pass auf, mit wem du im Internet schreibst. Verrate niemandem deinen richtigen Namen“, da waren wir gerade dabei das Internet zu entdecken. Wir waren es gewohnt, dass wir einem Fremden auf der Straße nicht folgen dürfen. Heute folge ich auf Twitter mehr als 500 Menschen, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Das Internet hat unser Verständnis von Privatsphäre gewandelt. Warum sonst lachen wir, wenn Leute ihr Haus bei Google Streetview verpixeln lassen?! Ich habe in all den Jahren keine schlechte Erfahrung gemacht, fremden Menschen im Internet die Hand zu geben. Ich poste öffentlich auf Google+ und Facebook, schreibe auf Twitter, was ich morgens nach dem Aufstehen mache und wie ich meinen Nachmittag verbracht habe. Ich lasse meinen Gedanken auf meinem Blog hier freien Lauf und checke auf Foursquare in die Restaurants und Bars ein, die ich besuche. Es geht mir sehr gut dabei und ich bekomme wahnsinnig positives Feedback von den Menschen, die mir wiederum folgen.

Wenn ein Geheimdienst unsere Daten manipulieren möchte, dann ist es ihm ein leichtes, unsere Festplatte mit bösartigen oder illegalen Dateien zu kompromittieren. Es mag ihm auch leicht fallen, eine E-Mail Korrespodenz vorzutäuschen. Er wird jedoch ein unglaubliches Problem haben, meinen Beitrag auf Google+ zu ändern oder zu löschen. 1400 Menschen lesen was ich schreibe. Irgendjemand wird den Originalartikel gelesen haben und irgendjemand wird sich wundern, wenn er gelöscht wurde. Genug werden nachhaken, wenn ich behaupte, dass meine Daten manipuliert oder gelöscht wurden. Ich erinnere mich noch gut daran, als Domian, ein Moderator von 1LIVE, ein Facebook-Posting gelöscht wurde. Innerhalb kürzester Zeit musste Facebook sich entschuldigen, weil tausende Fans einen Wirbel darum machten. Das Internet vergisst nicht. Wenn ein Blog-Artikel heute gelöscht wird, so ist er morgen noch in diversen Cache- und Archiv-Seiten wie archive.org zu finden.

Es mag ein Quantensprung sein, von heute auf morgen seine bisherige Denkweise über den Haufen zu werfen. Ich sage nicht, dass ich kein Befürworter von Privatsphäre bin. Im Gegenteil schätze ich meine Privatsphäre hoch. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass Privatsphäre in der heutigen Zeit in diesem System Utopie ist. Wir besitzen keine Privatsphäre, wenn uns Programme wie PRISM und Tempora überwachen. Wir können uns aber gegen die Willkür der Geheimdienste NSA, BND & Co. zur Wehr setzen, indem wir unsere Daten mit unseren Freunden und unseren Bekannten teilen. Ja, ich vertraue meinen Freunden auf Facebook, meinen Followern auf Twitter und meinen Kreislingen auf Google+ mehr als jeder Regierung. Während die Einen meine Daten missbrauchen, werden die Anderen im schlimmsten Fall darüber lachen, dass ich heute Morgen meine Socken falsch herum angezogen habe. Und das dürfen sie gerne, denn wenn es hart auf hart kommt, werden sie Zeugen meiner Unschuld und Kämpfer gegen die Ungerechtigkeit, welche mir widerfährt, sein. Das ist es, was wir tun müssen. Wir brauchen ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir sollten nicht gegeneinander, sondern miteinander kämpfen und wenn ich in letzter Zeit immer häufiger sehe, wie wir alle genau das tun, dann erfüllt mich das mit einem gewissen Stolz. Wir können etwas bewegen, ohne viel dafür zu tun. Wir müssen nur achtsam sein, was um uns herum passiert und stets die Wahrheit suchen. Dann kann uns kein Geheimdienst und keine Regierung dieser Welt irgendetwas anhaben.

Und genau darum bitte ich dich: Teile diesen Artikel mit deinen Freunden. Auf Facebook, auf Twitter, auf Google+ oder wo auch immer du dich selbst im Internet bewegst. Tu es, damit wir öffentlich machen, was an die Öffentlichkeit gehört. Damit dieser Artikel auch morgen noch im Internet steht und an seiner Statt kein niedliches Katzenbild prangert. Ich habe mich in der Öffentlichkeit noch nie wohler und sicherer gefühlt als heute.

Wieviel sind dem Saarbrücker Restaurant „Die Burgerei“ zufriedene Kunden wert?

Als mein Dad mir heute von seinem ersten Besuch bei der Burgerei in Saarbrücken berichtete – ich gehe dort schon seit einigen Monaten gerne ab und an mal einen Veggie-Burger essen – war ich entsetzt, was er mir zu erzählen hatte: Er hatte einen außen verbrannten und innen rohen Burger vorgesetzt bekommen und als er dies reklamierte, wurde er einfach abgewiesen – ohne ein Wort der Entschuldigung oder ähnlichem. Nun habe ich in der Burgerei noch nie einen Fleischburger gegessen, weiß aber von meinem Dad, dass er ein leidenschaftlicher Fleischesser ist und er eigentlich wissen sollte, wie ein guter Burger auszusehen hat. Das Bild, welches er mir zusendete, bestätigte dies: Der Burger war außen verbrannt und innen roh.

Außen verbrannt, innen roh - der Burger, den mein Dad vorgesetzt bekam
Außen verbrannt, innen roh – der Burger, den mein Dad vorgesetzt bekam

Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass in meinem bisherigen Lieblingsburgerrestaurant so mit meinem Dad umgegangen wird, schrieb ich mir auf der offiziellen Facebook-Seite der Burgerei meinen Ärger von der Seele, in der Hoffnung, dass sich alles aufklären und zum Guten wenden würde. Ich bin der Meinung, dass gerechtfertigte Kritik auch harsch ausfallen darf (leider ist es heutzutage sogar so, dass man sich oftmals auf andere Weise gar kein Gehör verschaffen kann) und so machte ich direkt reinen Tisch. Wer so mit meinem Dad umgeht, bei dem überlege ich mir zweimal, ob ich noch mal Appetit bekommen werde, dorthin essen zu gehen.

So vergrault man sich Kunden:

Hab meinem Dad, einem leidenschaftlichen Burger-Liebhaber Die Burgerei empfohlen, da ich den Veggie-Burger dort sehr lecker finde. Die Fleischburger habe ich nie probiert.

Heute bekam ich dann dieses Bild von ihm zugeschickt: Außen verbrannt und innen roh. Dafür 15 Euro zu bezahlen und dann nicht mal eine Wiedergutmachung (oder zumindest eine Entschuldigung) zu erhalten, finde ich ziemlich respektlos.

Fehler können passieren, aber letztlich – so meine Meinung – ist der Kunde doch immer noch König. Ich werde mir künftig zweimal überlegen, ob ich jemals wieder dorthin essen gehen werde.

Facebook-Posting auf der offiziellen Seite der Burgerei heute Mittag
Facebook-Posting auf der offiziellen Seite der Burgerei heute Mittag

Das schrieb ich mittags. Als ich abends wieder auf Facebook surfte, um zu schauen, ob schon eine Antwort von offizieller Stelle gekommen war – ich rechnete nicht damit und ich hätte auch kein Problem damit gehabt, wenn die Antwort, wohlüberlegt, erst Montag oder Dienstag gekommen wäre – die Ernüchterung: Statt einer erhofften Antwort war der Eintrag gelöscht worden.

Der selbe Beitrag heute Abend
Der selbe Beitrag heute Abend

Ich frage mich: Wieviel sind der Burgerei ihre Kunden wert? Ist das ein Umgang mit Kunden, den ich mir von einem guten Restaurant wünsche? Natürlich, mein Beitrag war sehr harsch, das gebe ich zu, und ich hätte ihn ein paar Stunden später vermutlich auch wesentlich sanfter formuliert, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass hier berechtigte Kritik einfach gelöscht wird.

Nachdem ich mir die Facebook-Seite der Burgerei weiter anschaute, merkte ich, dass es außer den offiziellen Postings keine Kundenrezensionen gibt. Werden hier etwa öfter unliebsame Rezensionen einfach gelöscht? Und wo sind die positiven Stimmen?! Es gibt nur ein paar Kommentare unter den offiziellen Postings.

Was mir das Ganze gezeigt hat: Mit Kritik kann man in der Burgerei nicht umgehen. Das hat mein Dad live vor Ort erleben dürfen und das habe ich auch im Internet auf der offiziellen Facebook-Seite erfahren dürfen. So gut mir die Burger dort bisher auch geschmeckt haben: Für 15 Euro erwarte ich nicht nur einen guten Burger, sondern auch exzellenten Service. Zumindest letzteres haben die Jungs (und Mädels) von der Burgerei bei mir nicht hinbekommen. Und darum werde ich Die Burgerei ab sofort auch von meinen Lieblingsrestaurants streichen.

Denn das Herz isst bei mir mit.